Schulabschluss und einen Beruf nebenbei gelernt?
  Mit einer Ausbildung an der HTL ist dies möglich. Nach 5 Jahren kann der Absolventen zwischen Beruf und einer weiteren Ausbildung an Universitäten, Fachhochschulen und anderen Einrichtungen wählen. Bei Fachhochschulen kann unser Absolvent bei fachähnlichen Ausbildungen meist im 3.Semester beginnen und hat sich somit bereits ein Jahr "gespart".
Ist die Belastung nicht sehr groß?
  Das Stundenausmaß ist zwar größer als in anderen Schulen ist, die praktischen Fächer (Werkstätte, Werkstättenlabor, Labor) stellen jedoch keine klassischen Lernfächer dar sondern bereichern den Schulalltag mit spannender Abwechslung.
mehr Antworten auf oft gestellte Fragen finden Sie unter FAQ

ALLGEMEINES 

Die Höhere Technische Bundeslehranstalt (HTL) Saalfelden bietet in ihren Höheren Abteilungen für Bautechnik, Mechatronik und Elektrotechnik eine fundierte handwerkliche und theoretische Ausbildung an, die die Absolventen zum Eintritt in eine gehobene Berufslaufbahn und bis zur Übernahme von Führungsaufgaben befähigt. Parallel dazu wird eine solide Basis an Allgemeinwissen als Beitrag zu einer umfassenden Persönlichkeitsbildung und als Voraussetzung für die Berechtigung zum allgemeinen Hochschulstudium vermittelt.

Der Ausbildungsgang wird durch die Reife- und Diplomprüfung abgeschlossen, die auch zum Weiterstudium an einer Fachhochschule oder Universität berechtigt. Eine 3-jährige facheinschlägige Berufspraxis ermöglicht die Zuerkennung der Standesbezeichnung "Ingenieur".
Nach 6 Jahren facheinschlägiger Praxis, dem Verfassen einer schriftlichen Arbeit und dem Ablegen einer ergänzenden fachlichen Prüfung kann der Titel "Diplom-HTL-Ing." verliehen werden.
Als "Eintrittsvoraussetzungen" sollte der Aufnahmewerber vor allem ein gutes AHS- oder HS-Zeugnis (besonders mit guten Noten in Deutsch, Englisch und Mathematik) und eine positive Arbeitshaltung mitbringen.

Die 3-jährigen Fachschulen für Bautechnik bzw. Computer- und Kommunikationstechnik (+ 6 Monate Technikerpraktikum), die - wie die Höheren Abteilungen - auch für Mädchen eine gute Ausbildungsstätte darstellen, vermitteln neben einer soliden Allgemeinbildung verstärkt handwerklich-praktische Fähigkeiten. Entsprechende Neigungen des Interessenten / der Interessentin sind von Vorteil, aber nicht Voraussetzung.Die Höhere Technische Bundeslehranstalt Saalfelden führt folgende Abteilungen:

  Höhere Abteilung für Bautechnik  
    Ausbildungszweige Hochbau und Tiefbau 5-jährig, Reife- und Diplomprüfung
  Höhere Abteilung für Mechatronik  
    5-jährig, Reife- und Diplomprüfung
  Höhere Abteilung für Elektrotechnik  
    5-jährig, Reife- und Diplomprüfung
  Fachschule für Bautechnik  
    3-jährig, Abschlussprüfung + Technikerpraktikum (6 Monate)
  Fachschule für Computer- u. Kommunikationstechnik  
    3-jährig, Abschlussprüfung + Technikerpraktikum (6 Monate)
   
HÖHERE ABTEILUNG FÜR BAUTECHNIK
 

Der Lehrplan sieht die Ausbildung in allgemeinbildenden, fachtheoretischen und baupraktischen Unterrichtsgegenständen vor.Ausbildungsziel ist der mit allen Problemen und Methoden der Bautechnik vertraute und zu ingenieurmäßiger Tätigkeit in der gesamten Bauwirtschaft befähigte Absolvent. Ab dem III. Jahrgang erfolgt nach Neigung des Schülers / der Schülerin eine Spezialisierung im Gebiet des Hochbaues bzw. Tiefbaues. Beide Bereiche setzen schulautonom einen bauwirtschaftlichen Schwerpunkt.

Die Reife- und Diplomprüfung schließt die Ausbildung ab. Sie ersetzt auf dem Weg zu einer Meisterprüfung im Baugewerbe eine Reihe von Lehrabschlüssen, bietet nach dreijähriger facheinschlägiger Tätigkeit die Zuerkennung der Standesbezeichnung "Ingenieur" und gibt die allgemeine europaweit gültige Studienberechtigung für Fachhochschulen und Universitäten.

FACHSCHULE FÜR BAUTECHNIK 
  Die Ausbildung umfasst drei Jahre Schulzeit sowie 6 Monate Technikerpraktikum als Betriebspraktikum. Die schulische Ausbildung setzt auf naturwissenschaftlich-technische Grundlagen, Entwicklung von Sprachkompetenz sowie bautechnische Grundlagen in Theorie und Praxis. Fachtheorie und praktische Ausbildung im Bauhof sind eng verknüpft, dadurch ist die Ausbildung vielseitig und anschaulich. Das Technikerpraktikum im Anschluss an die dreijährige Schulausbildung soll als Betriebspraktikum den Übergang ins Berufsleben fördern und erleichtern. Die Abschlussprüfung steht auch als Ersatz für mehrere Lehrabschlüsse im Baugewerbe.
FACHSCHULE FÜR COMPUTER- UND KOMMUNIKATIONSTECHNIK 
  Auch in diesem an der HTL Saalfelden neuen Zweig umfasst die Ausbildung drei Jahre Schulzeit und 6 Monate Technikerpraktikum, das vorzugsweise bei einem externen Betrieb - selbstverständlich in engem Kontakt mit der Schule - durchgeführt wird. Der Unterricht umfasst die technischen Grundlagen und Praxis der Computer- und Kommunikationstechnik, der Erwerb zusätzlicher Zertifizierungen wird angeboten. In den allgemeinbildenden Unterrichtsgegenständen wird besonderes Augenmerk auf die sprachliche und schriftliche Ausdrucksfähigkeit in Deutsch und Englisch sowie auf Präsentationstechnik gelegt.
Der Tätigkeitsbereich der Absolventen umfasst in erster Linie die Installation, Wartung und Instandsetzung von Computersystemen und Netzwerken.
HÖHERE ABTEILUNG FÜR MECHATRONIK
  Ausbildungsschwerpunkt Präzisionstechnik, Maschinen und UmwelttechnikMechatronik schafft eine Verbindung von Mechanik, Elektronik und Informatik. Sie vermittelt einen interdisziplinären Zugang zu den Fachgebieten Mechanik, Elektronik, Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik und Computertechnik. An die allgemeine und fachliche Grundausbildung im ersten und zweiten Jahrgang schließt die fachliche Weiterbildung im schulautonomen Ausbildungsschwerpunkt Präzisionstechnik, Maschinen und Umwelttechnik an.Im Vordergrund dieser Ausbildung stehen steuer- und regelbare Einrichtungen von Maschinen und Komponenten (automatisierte Vorrichtungen, Robotik etc.) aus den Bereichen des allgemeinen Maschinen- und Anlagenbaus und der Umwelttechnik.
Der theoretische Fachunterricht in Hydraulik, Pneumatik, Elektronik und Optik wird durch eine intensive handwerkliche Ausbildung in Werkstätten und Laboratorien ergänzt und läuft in vielen Bereichen EDV-unterstützt ab (Vernetzung dieser Unterrichtsbereiche, Internet, CNC-Programmierung, Simulationssoftware etc.).
Die gesamte konstruktive Ausbildung erfolgt computerunterstützt - mit modernster 3D-CAD-Software (Computer Aided Design) und wird durch das Freifach QS (Qualitätssicherung) ergänzt und erweitert.Mechatronik umfasst damit die Ausbildung zur Entwicklung und Fertigung von intelligent gesteuerten Produkten und auch deren Computersimulation. In der Mechatronikausbildung wird unseren Absolventinnen und Absolventen das fächerübergreifende Denken in komplexen Systemen vermittelt, um sie auf die zukünftigen beruflichen Anforderungen in den Bereichen Planung, Entwicklung, Konstruktion und Wartung optimal vorzubereiten.Die Aussichten für unsere Absolventinnen und Absolventen sind durch die universelle Ausbildung und die damit erworbene Flexibilität sowohl für eine unselbständige als auch für eine selbständige berufliche Laufbahn äußerst günstig.
HÖHERE ABTEILUNG FÜR ELEKTROTECHNIK 
  Ausbildungsschwerpunkt Informationstechnik. Diese Abteilung vermittelt die theoretischen und praktischen Grundlagen auf dem Gebiet der Energietechnik, der industriellen Elektronik sowie der Steuerungs- und Regelungstechnik. Darüber hinaus vermittelt sie die für die Berufspraxis erforderlichen fertigungs- und betriebstechnischen Kenntnisse. Die allgemeine Fachausbildung wird im Ausbildungsschwerpunkt "Informationstechnik" vertieft.
Im Ausbildungsschwerpunkt Informationstechnik geht es um die Verarbeitung, Verteilung und Erfassung verschiedenster Daten im Bereich der Informationstechnik, um den Entwurf und die Erstellung diverser Softwarepakete, Datenbanken und ihre Bereitstellung für weitere Dienste, Aufbereitung und Verarbeitung von Messdaten für die Automatisierung industrieller Prozesse, um den Entwurf und die Dimensionierung von Steuerungs- und Regelungseinrichtungen sowie um den Einsatz der zugehörigen Software. Die schulautonome Gestaltung des Lehrplans zielt darauf ab, die Absolventen auf die speziellen Anforderungen von Industrie und Gewerbe im Einzugsbereich der Schule vorzubereiten.
Die Einsatzbereiche der Absolventen liegen in Projektierung, Fertigung, Inbetriebnahme und Wartung elektrotechnischer Anlagen und informationstechnischer Anlagen. Ebenso die Planung, Vertrieb und Service der zugehörigen Hard- und Software.
AUFNAHMEBEDINGUNGEN 
  Detailinformationen sind dem Informationsblatt "Aufnahmeverfahren" zu entnehmen.
SCHULGEBÄUDE 
  Der Neubau der Schule an der Almer Bundesstraße in Saalfelden wurde im Schuljahr 1973/74 eröffnet. Die Erweiterung des Klassentraktes erfolgte 1980 und die E-Werkstätte wurde 1989 neu errichtet. Weitere bauliche Ergänzungen und Einrichtungen vor allem für den EDV- und CAD-Bereich stammen aus den letzten Jahren. Die nach neuesten Gesichtspunkten konzipierten Unterrichtsräume, Sonderunterrichtsräume, Werkstätten, Labors, Turnhallen und Sportanlagen bieten alle Voraussetzungen für eine optimale Ausbildung.
SCHÜLERHEIM UND PRIVATZIMMER 
  Der Alpenländische Technik-Förderungsverein (ATFV, Tel. 06582-73296) führt ein Schülerheim für unsere Schule (Mädchen- und Burschenheim) und vermittelt auch Privatzimmer.Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass kein Schulgeld zu entrichten ist. Bezüglich der übrigen Kosten (Lehrmittelbeitrag, Lernmittel, Unterkunft, Verpflegung) wird auf die Möglichkeit einer staatlichen Heimbeihilfe und Schulbeihilfe sowie auf verschiedene Stipendien des Bundes, des Landes usw. hingewiesen.
WEITERE AUSKÜNFTE 
  Es steht Ihnen das Sekretariat der Schule (Tel. 06582-72568) von Montag bis Freitag in der Zeit von 8:00 bis 12:00 Uhr und von 14:00 bis 16:00 Uhr zur Verfügung.