Begabtenförderung an der Bautechnikabteilung

von Abteilungsvorstand BT (Kommentare: 0)

Lesen Sie nachstehenden Bericht der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tiefbauklassen:

Bericht Geotechniktagung Wien 2019 (4.+5. Tiefbau)

 

Donnerstag 31. Jänner 2019

 

Am Mittwoch, dem 30.Jänner, machten sich die Eliten der 4ten und 5ten Bautechnik Klassen inklusive Begleitlehrer Herr Professor Mörth auf den Weg nach Wien um dort die 12te Österreichische Geotechniktagung zu besuchen. Am Nachmittag kamen wir mittels Zug und U-Bahn in Wien an und bezogen am Abend gegen 22 Uhr unsere erste Unterkunft, wo uns kurz darauf die von der Bahnfahrt verschaffte Müdigkeit ins Bett zerrte.

Nach einem kräftigen Frühstück am Morgen begaben wir uns geschlossen in Richtung Messe Wien, wo wir mit einem breiten Lächeln vom Herrn Professor Breymann empfangen wurden. Mit geteilten Erwartungen begaben wir uns in den Tagungssaal. Die ersten Eindrücke waren verschiedenste Stände von den unterschiedlichsten Firmen im Bereich des Spezialtiefbaus. Kaum überall durchgeschaut begaben wir uns schon in den Vortragssaal, wo uns die Begrüßung und der erste Block der Vorträge erwarteten. Hochrangige Vortragende und noch höhere „Legenden“ im Bereich Tiefbau oder Geotechnik berieselten uns mit äußerst interessanten Vorträgen und begeisterten uns mit Projekten, Forschungsergebnissen, Problemlösungen und vielem mehr. Auch die „Große Goldene Ehrenmedaille“ wurde heuer verliehen. Und zwar an den Prof. Dr. M. Jovanovski, welcher es sich sozusagen zur Lebensaufgabe machte bzw. macht europäische Länder aller Art im Bereich Geotechnik partnerschaftlich zu verbinden oder Bindungen aufrechtzuerhalten. Noch vor der Kaffeepause erhielten wir Praxisbeispiele im Bereich Brückengründungen. Nationale sowie internationale Projekte wurden uns nähergebracht. Folgend begaben wir uns in die wohlverdiente Pause. Mit dem Lebenselixier eines Bautechnikers in der Hand schlenderten wir durch die Stände der Firmen und begannen nicht nur Informationen sondern auch Schreibmaterial und weitere Goodies zu sammeln. Ein weiterer Vortragsblock stand noch vor der Mittagspause an, welcher den Titel Infrastrukturmaßnahmen trug. Ein Projekt interessanter als das andere. Innovationen und Lösungsansätze anderer Art beeindruckten uns. Es war so weit, die Mittagspause begann um Punkt 13:05 und wir drangen mit erhöhtem Tempo und Speichelfluss ans Buffet. Nach einem kurzen Anstehen in der Warteschlange ergatterten wir unsere Stärkung, welche auch hervorragend mundete. Der Nachmittag war noch jung und von Mittagspause Ende bis Kaffeepause am Nachmitttag erwarteten uns weitere spannende Themen. Anfangs war die Verleihung des Österreichischen Grundbaupreises geplant. Gesponsert war dieser heuer von der Firma Bauer und diese kürten zwei Erstplatzierte und einen Zweitplatzierten. Die Gewinner boten uns auch einen kleinen Einblick in deren Arbeiten. Darauffolgend wurde noch ein weiterer Preis verliehen. Dieses Jahr erhielt Univ.-Prof. Dr.-Ing. Jürgen Grabe den sogenannten „Vienna – Terzaghi Lecture“ Preis. Dieser Mann hielt nach Bekanntmachung und Verleihung einen Vortrag. Dieser war hochinteressant verpackt und hatte einen genialen Kern, was uns die Mundwinkel nach unten stehen ließ. Die Nachmittags-Kaffeepause begann und endete mit leichter Zeitverzögerung. Der letzte Vortragsblock vom Donnerstag begann und war über Innerstädtisches Bauen und Tunnelbau. Erneut erhielten wir einen Einblick ins Praxisleben eines Bautechnikers. Um circa 18 Uhr endete der erste Tag. Wir begaben uns in unser zweites Hotel, was zum Glück nur 2-3 Minuten Fußweg vom Messegelände entfernt war. Gemütlich ließen wir unseren Abend ausklingen und genossen noch die letzten Momente vom ersten Tag.

 

 

 

Freitag, 01. Februar 2019

 

Bevor es am Freitag erneut auf die Veranstaltung ging wurde im ****Messe Hotel noch kaiserlich gefrühstückt. Nachdem der Bauch gestärkt und der Körper mit ausreichend Kaffee versorgt wurde gingen wir zur Messe. Pünktlich um neun Uhr startete der erste Block. Thema des zweiten Tages der Geotechnikveranstaltung war im Allgemeinen „Innovationen im Spezialtiefbau.“ Die erste Sitzung wurde von Dr. techn. Hoffman geleitet. Im ersten Vortrag ging es um ein neues Verankerungssystem, den sogenannten Spinnanker. Der Referent erklärte wie man die Technologie dieses Systems verbessern konnte und wo diese Anker praktische Anwendung finden. Die numerische Simulation eines Ankerherausziehversuchs war Inhalt des zweiten Vortrags. Im Zuge dieser Präsentation erklärte man uns die sogenannten in-situ Messungen. Welchen Sinn Vertikaldrainagen haben erklärte R. Thurner in seinem Vortrag. Desweiteren zeigte er eine Anwendung dieser Entwässerungsmethode im großen Maßstab. Im letzten Vortrag vor der Kaffeepause ging es um neue Erfahrungen bei der Vibrationsverdichtung.

Unter dem Vorsitz von Ing. P. Außerlechner startete pünktlich um 11:10 die zweite Sitzung. Die Fa. Züblin stellte ein interessantes neues Verfahren für tiefreichende Bodenstabilisierung vor. Am Beispiel von dem Hochwasserschutzprojekt im Marchfeld stellte der Vortragende das innovative Fräs-Misch-Injektionsverfahren vor. Thema des nächsten Vortrages waren Vollverdrängungssäulen nach dem System CMC. Herr Tinat stellte uns hierbei sein Projekt in französischer Koordination vor. Die beiden letzten Vorträge der 12. Geotechniktagung handelten über erste Erfahrungen mit Halocrete bzw. einer digitalen Bodendruckanzeige für Spezialtiefbaumaschinen der Fa. Liebherr. Im Rahmen des Schlusswortes bedankte sich ein Jurist der Fa. Keller Grundbau auf 14 Sprachen beim internationalen Auditorium. Nach dem Schlusswort von Dr. techn. Adam wurde an der Messe noch gemütlich gespeist bevor es mit dem Zug wieder heimwärts ging. Die Vorträge wurden auf der Heimfahrt mit unserem Begleitlehrer Prof. Mörth noch intensiv diskutiert und nachbesprochen.

 

 

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